Das Leben entwickelt sich immer vielschichtiger, fließt immer
schneller an uns vorbei oder reisst uns mit. Wir verlieren uns
oftmals in dieser inkonstanten Zeit des Lebens.

Das philosophische Gespräch soll in dieser Zerrissenheit
- soweit möglich - die eigene Lebenssituation verstehen lernen.
Es soll dabei kein metaphysischer Lebenssinn gefunden werden.

Sprachlosigkeit, Unklarheit über die eigene Situation und Selbsttäuschungen sind weit verbreitet. Im philosophischen Gespräch wird nach rationalen Problemlösungen gesucht, einen Menschen "wieder in Freundschaft mit sich selber zu bringen und ihm zu helfen, sich darüber zu freuen, dass er da ist".

Der Philosoph betrachtet nicht die Seele des Menschen, wie der Therapeut, sondern seinen Geist:
Sein Lebenskonzept, seine Denkführung, die Prämissen seiner Überlegungen und seine Schlussfolgerungen.

Philosophische Praxis